Zu den Wahlen in Andalusien
Der Aufstieg der Ultrarechten und der Kampf um die geschichtspolitische Deutungshoheit
Der Streit um Francos Grab
The Universal Declaration of Human Rights in East Germany
Socialist Appropriation and Dissident Contestation, 1948-1989
It would be easy to presume that the Universal Declaration of Human Rights had always been a symbol of opposition and dissent in the German Democratic Republic. Passed by the United Nations General Assembly on December 10, 1948, the UDHR contained a number of provisions that contradicted the political and social order of the GDR as run by the Socialist Unity Party (SED). It demanded an independent judiciary, prohibited arbitrary arrest and invasion of privacy, and guaranteed the right to leave one’s own country.
Eine Wohnung, ein Haus, ein Land
Mila Turajlić erzählt in ihrer bewegenden Dokumentation „Die andere Seite von allem“ die Geschichte ihrer Mutter und die Chronik eines Staatszerfalls
Es sind die Bilder, die von der ersten Szene an einen Sog ausüben, das warme Licht auf den Gegenständen, der Blick auf die Platanen vor dem Fenster, die Sonne, die sich im blankgeputzten Parkett spiegelt. Es sind die warmen, satten Farben einer Wohnung, die bewohnt ist, wirklich bewohnt. Einer Wohnung, die den bernsteinfarbenen Glanz Belgrader Bürgerlichkeit der zwanziger und dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts nur noch erahnen lässt, deren Verfall noch immer von längst vergangener Eleganz zeugt.
Erinnerungen an das erste Semester
Historiker*innen berichten aus der eigenen Vergangenheit
Der Gang an die Universität und das erste Semester bilden für alle Studierenden einen einzigartigen und identitätsprägenden Lebensabschnitt, der von Veränderungen, neuen Erfahrungen, aber auch Anspannung und Unsicherheiten bestimmt wird. Während manchen Studierenden bereits im ersten Seminar ein Text, eine Idee oder eine Fragestellung begegnet, die sie über die Jahre ihres Studiums als sinnstiftender roter Faden begleiten wird, zweifeln viele Erstsemester an ihrer Entscheidung für eine akademische Laufbahn und stellen sich die Frage danach, ob sie das richtige Fach gewählt haben.
„Wenn wir es nur besser wissen, aber nicht besser machen, dann sind auch wir eine schuldige Generation.“
Ein persönlicher Rückblick auf Ruth Beckermanns Film „Waldheims Walzer“
Während Jahr für Jahr die Abwesenheit der großen Stars auf dem roten Teppich und im Wettbewerb der Berlinale beklagt wird, stellt der Dokumentarfilm eine der großen Stärken dieses Filmfestivals dar. Der Festivaljahrgang 2018 war insbesondere mit Waldheims Walzer, dem Gewinner des Glashütte-Preises für den besten Dokumentarfilm, keine Ausnahme von dieser Regel.
Heimat einmal anders
Oliver Haffners Film „Wackersdorf“ über den Widerstand gegen den „Atomstaat“
So hatte sich das der Heimatminister wohl nicht vorgestellt, als er im Dezember 2017 im Rahmen seiner „Heimatstrategie“ eine Förderoffensive für den Heimatfilm verkündete: „Heimatfilme zeigen den schönsten Teil unserer bayerischen Heimat… erinnern an die eigenen Wurzeln, an die vertraute Umgebung… Sie zeigen, dass es nirgends schöner ist als daheim“, ließ Markus Söder (CSU), inzwischen Ministerpräsident des Landes, seine Pressestelle im Dezember 2017 verbreiten.[1]Mit „Wackersdorf“ von Oliver Haffner kommt nun kurz vor der bayerischen Landtagswahl ein Film in die Kino
„Gundermann“ und die Rückeroberung der Deutungshoheit
…, oder warum der neue Film von Andreas Dresen so erfolgreich ist
„Auf das richtige Pferd habe ich gesetzt, aber nicht gewonnen.“ Dieser Satz, ebenso wie sein Ausspruch zum Kommunismus: „Also, wenn's die nicht schon gäbe, wa, die Weltanschauung, dann hätt' ich da auch selber drauf kommen können“, sind gängige Bonmots des Liedermachers Gerhard Gundermann in den Kritiken der Feuilletons des nun seit zwei Wochen laufenden Films „Gundermann“ von Andreas Dresen.
Mehr als ein Leben
Andreas Dresen verfilmt die Biografie des Liedermachers Gerhard Gundermann
„Immer wieder wächst das Gras / wild und hoch und grün / bis die Sensen ohne Hass / Ihre Kreise ziehn.“ Mit diesen Liedzeilen lässt Regisseur Andreas Dresen seinen Protagonisten Gundermann den gleichnamigen Film beginnen. In Nahaufnahme singt Gerhard „Gundi“ Gundermann, gespielt von Alexander Scheer, in die Kamera – so eindringlich und melancholisch schön, dass selbst die um die Biografie des Musikers wissenden Zuschauer Sympathie für diese doch so ambivalente Figur empfinden.
Urlaub von der Diktatur?
Ordnung und Kontrolle auf den Zeltplätzen der DDR
Einleitung
Die Geister, die wir schon wieder rufen
Die Kurzsichtigkeit westlicher Annäherung an die iranischen Volksmojahedin
Nichts weniger als eine außenpolitische Katastrophe war die Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump am 8. Mai 2018, das „Atom-Abkommen“, Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA), mit der iranischen Regierung aufzukündigen. Der jahrelange Prozess der Annäherung, ein hoffnungsvoller Aufstieg liberalerer Kräfte um den iranischen Präsidenten Hassan Rohani stehen durch das Statement des US-Präsidenten auf dem Spiel.