21. Jahrhundert

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Martina Winkler

Professor*innen gegen Machtmissbrauch an Universitäten

Das Wissenschaftssystem ist in Bewegung gekommen. Diskutiert werden dabei nicht nur aktuelle Gesetzesentwürfe, sondern zunehmend auch tief verwurzelte Strukturen, Traditionen und eine Arbeitskultur, die unseren Alltag prägt. In einem besonders erschreckenden Ausmaß wird dabei deutlich, wie sehr dieses System Machtmissbrauch ermöglicht und oft auch duldet.

Laura Haßler, Dominik Rigoll

Über Rechte reden. Der deutsche Nationalismus nach 1945

Ein Podcast

Die Geschichte der Bundesrepublik wird meist als die einer zunehmenden Liberalisierung erzählt. Außen vor bleibt dabei meist, wie verschiedene Formen des Nationalismus in diese Meister-Erzählung passen. Tatsächlich zeigen neuere Forschungen, dass in Westdeutschland nicht nur Prozesse stattfanden, die das Land liberaler machten, sondern auch solche, durch die es nationalistischer wurde.

Benno Gammerl

Benno Gammerl Teil 6): Wie bestimmt die Distanz zum Untersuchungsgegenstand den Forschungsprozess?

Dieser Text ist eine Verschriftlichung des Eingangsstatements von Benno Gammerl bei der Diskussionsreihe "Geschichtliche Grundfragen".  Die von Rüdiger Graf (ZZF), Matthias Pohlig (HUB) und Ulrike Schaper (FU Berlin) initiierte Veranstaltung fand im Wintersemester 2022/23 im Online-Format statt. Zeitgeschichte|online veröffentlicht die Eingangsstatements der Veranstaltung in einem Dossier.

Christoph Kalter

Christoph Kalter Teil 6): Wie bestimmt die Distanz zum Untersuchungsgegenstand den Forschungsprozess?

Dieser Text ist eine Verschriftlichung des Eingangsstatements von Christoph Kalter bei der Diskussionsreihe "Geschichtliche Grundfragen".  Die von Rüdiger Graf (ZZF), Matthias Pohlig (HUB) und Ulrike Schaper (FU Berlin) initiierte Veranstaltung fand im Wintersemester 2022/23 im Online-Format statt. Zeitgeschichte|online veröffentlicht die Eingangsstatements der Veranstaltung in einem Dossier.

Christoph Classen

Eine schrecklich nette Familie

The Americans als Beziehungsdrama im Kalten Krieg

 

We share the same biology, regardless of ideology
But what might save us, me and you
Is if the Russians love their children too

Sting, Russians (1985)

 

Cora Litwinski

Iron Butterflies

Eine Dokumentation über den Abschuss der MH17 und die Gewalt- und Kriegskultur Russlands

"The Russian writer Aleksandr Solzhenitsyn once said that: 'Violence has no way to conceal itself except by lies, and lies have no way to maintain themselves except through violence’ […] Establishing the truth in this case can help prevent fresh violence in the future" [1]

Corinna Kuhr-Korolev

„Shidniy front“ (Eastern Front) von Vitaly Mansky und Yevhen Titarenko

Besprechung von Corinna Kuhr-Korolev für zeitgeschichte|online

Die verwackelte Kameraführung folgt einem kleinen Mädchen, das wie andere Menschen aus einem unter russischem Beschuss liegenden Stadtteil von Kiew im März 2022 evakuiert wird. Der Weg führt auf einem Holzstieg eine zerstörte Böschung hinauf. Das Mädchen hat zum Wärmen ein graues Wolltuch umgebunden, wie es Marktfrauen in der Ukraine und Russland tragen. Auf den Schultern ein rosafarbener Kinderrucksack. Seine flehende Stimme ist zu hören: „Vorsicht, das ist meine Mama!“.

Annette Schuhmann, Rebecca Wegmann

Filmische Antworten auf zeitgeschichtliche Fragen

Haupt- und Nebensektionen der 73. Berlinale

Der Krieg ist seit langem in den Kinosälen präsent. Auf der diesjährigen Berlinale war es der Krieg in der Ukraine, der einen Schwerpunkt bildete.

Julius Redzinski

Kreislauf der Gewalt

Heroico von David Zonana auf der Berlinale

Filme, die sich mit der Gewalt in Mexiko auseinandersetzen, scheinen mittlerweile zum festen Programm der Berlinale zu gehören: sei es der Spielfilm Robe de Gems von Natalia López Gallardo über drei Frauenschicksale vor dem Hintergrund des Drogenkrieges im Wettbewerb des letzten Festivaljahrgangs, oder die Dokumentationen Tempestad (2017, Regie: Tatiana Huezo),

Annette Vowinckel

Golda

Eine schöne Hagiografie

Der Beginn des Yom Kippur-Kriegs im Oktober 1973 war einer der heikelsten Momente in der Geschichte des Staates Israel. Die Menschen feierten das höchste jüdische Fest, viele fasteten und hörten oder sahen keine Nachrichten. Eine Warnung seitens der Regierung, dass die Nachbarstaaten Syrien und Ägypten gerade an diesem Tag das Land angreifen konnten, gab es nicht. Angesichts der Tatsache, dass in diesem Krieg Israels Existenz massiv bedroht war, stellt sich die Frage, wie ausgerechnet ein Staat mit einem Geheimdienst wie dem Mossad von einem solchen Angriff kalt erwischt werden konnte.