38. Lange Nacht der Museen: „Das Publikum begegnet sich selbst“
Ein Gespräch mit den Organisator*innen der Langen Nacht der Museen in Berlin über einen musealen Aktionstag als Berliner Erfolgsmodell
Kultur, Cocktail und Currywurst: Museum einmal anders. Die Lange Nacht der Museen in Berlin geht am morgigen Samstag, den 25. August, in die 38. Runde. Die erste Lange Nacht im Februar 1997 lockte 6000 Besucher in die teilnehmenden 18 Museen. Eine gemeinsame Eintrittskarte ermöglichte den BesucherInnen den Zugang zu allen beteiligten Einrichtungen und die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs.
Der Prager Frühling nach 50 Jahren
Wer für das Jahr 2018 erwartet hatte, in Tschechien und der Slowakei ein Feuerwerk historischer Erinnerung zu erleben – immerhin jähren sich in diesem „Jahr der Achten“ die Staatsgründung der Tschechoslowakei, das Abkommen von München, die kommunistische Machtübernahme und der Prager Frühling –, wird enttäuscht sein. Es gibt einige Ausstellungen mit Bildern vom August 1968, Brünn feierte im Frühjahr das Jahr 1918 mit dem bemerkenswerten Slogan „Lasst uns wieder zusammen sein“ (Buďme zase spolu), in den Kinos läuft ein Film über Alexander Dubček, aber das war´s dann weitgehend auch schon.
Kulenkampffs Schuhe
Die ARD zeigt eine bemerkenswerte Dokumentation von Regina Schilling
Was hat der Krieg mit den Vätern des Wirtschaftswunders gemacht? Dieser Frage nähert sich die Filmemacherin Regina Schilling in ihrem Dokumentarfilm „Kulenkampffs Schuhe“[1] auf sehr private Weise. Sie erzählt anhand von Schmalfilmaufnahmen die Geschichte ihres eigenen Vaters, der in den 1920er Jahren geboren wurde, den Zweiten Weltkrieg als Soldat erlebte und sich nach dem Krieg als Drogist selbständig machte.
Das Museum als Chance
Zur Debatte über das richtige Gedenken am Checkpoint Charlie
Am Checkpoint Charlie tobt ein Kampf. Der ehemalige Ausländergrenzübergang zwischen Ost- und West-Berlin, an dem sich einst Panzer gegenüberstanden, ist zum Zankapfel der Stadtentwicklungspolitik geworden. Das Land Berlin hatte die Mauerbrache an der Friedrichstraße in den 1990er Jahren an Investoren verkauft, um die städtebaulichen Wunden der Teilung so schnell wie möglich zu tilgen. Doch ein Teil der Investoren ging insolvent und es passierte Jahre lang nichts.
Das Ende der Schönen Heimat
Fotografien Max Baurs im Potsdam Museum
Götterdämmerung am Alten Markt: Das Potsdam Museum kleidet seine Fassade in eine schwarz-weiße Ruinenlandschaft unter dramatischem Wolkenhimmel, die im Frühjahr 2018 so gut in das Szenario aus frisch gegossenem Betonbarock und auf Abriss gestellten DDR-Beton passt. Geworben wird für die Ausstellung „Potsdam, ein Paradies für meine Kamera“ mit Fotografien von Max Baur, der hier zwischen 1934 und 1953 gelebt und gearbeitet hat.
„It´s time for a change - again?“
Der Anfang vom Ende des „Besten Gastgebers der Welt“. Über die Neubesetzungsdebatte des langjährigen Berlinale-Direktors Dieter Kosslick
Die Nachfolger*innen des noch amtierenden, aber bald scheidenden Festivaldirektors der Berlinale Dieter Kosslick stehen fest. Kulturministerin Monika Grütters gab am Freitag, den 22. Juni 2018 bekannt: Es wird erstmals eine Doppelspitze geben. Die künstlerische Leitung, das war bereits Anfang der Woche durchgesickert, wird künftig bei Carlo Chatrian liegen. Der 46 Jahre alte Italiener hatte seit 2012 sehr erfolgreich die Locarno Filmfestspiele geleitet. Wieder ein Mann, dem nun aber eine Frau beiseitegestellt wird.
„Fall der Berliner Mauer (dafür sind wir 1989 nicht zu Hause geblieben)“
Künstlerische Positionen zu den Spätfolgen der DDR
Sobibor 1943
Ein Film über den Häftlingsaufstand in Sobibor – und über die Wahrnehmung des Holocaust in Russland
Am 3. Mai 2018 feierte der Film Sobibor in den russischen Kinos seine Premiere. Seit dem 13. Mai ist er auch in Deutschland zu sehen. Das Regiedebüt von Konstantin Chabenski widmet sich dem Aufstand der jüdischen Häftlinge im deutschen Vernichtungslager Sobibor, das sich auf polnischem Boden befand.
Von der Lügenpresse zur Lügenwissenschaft?
Zur Relevanz der Zeitgeschichte als Wissenschaft heute
Veröffentlicht am 19. April 2018
Die „Stimmen der Geschichte“ festhalten, solange es noch möglich ist
Ein Interview mit Katalin Ambrus über die Webdoku „Im Märkischen Sand“
Unser Autor Jakob Saß sprach mit der Filmemacherin Katalin Ambrus über die Arbeit an der Webdoku, die sich mit einem Massaker an italienischen Kriegsgefangenen 1945 bei Treuenbrietzen auseinandersetzt. Darüber hinaus wollte er wissen, wie die Künstlerin die Zusammenarbeit mit HistorikerInnen erfahren hat und welche Chancen neue audiovisuelle Techniken der Public History in ihrem Vermittlungsauftrag bieten können.