Bundesrepublik

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René Schlott

Vom Ende aller Gewissheiten - Auschwitz auf der Bühne

Vor 50 Jahren wurde „Die Ermittlung“ von Peter Weiss uraufgeführt

„Wir alle das möchte ich nochmals betonen haben nichts als unsere Schuldigkeit getan selbst wenn es uns oft schwer fiel und wenn wir daran verzweifeln wollten Heute da unsere Nation sich wieder zu einer führenden Stellung emporgearbeitet hat sollten wir uns mit anderen Dingen befassen als mit Vorwürfen die längst als verjährt angesehen werden müßten“

- Schlusssequenz aus „Die Ermittlung“[1]

Tano F. Gerke

Die Popularisierung und Diffamierung der Hard-Rock-Musik in der Bundesrepublik Deutschland

Am Vorabend des Monsters of Rock-Festivals, den 27. August 1988, kommt es in der Schweinfurter Innenstadt und in der Nähe des Festivalgeländes im beschaulichen Kurort Bad Kissingen auf dem fränkischen Land zu Ausschreitungen durch stark alkoholisierte Festivalteilnehmer. Dies sorgt für negative Schlagzeilen, wobei die Berichterstattungen stark polarisieren. Zugleich dokumentieren die Besucherzahlen, die ungebrochene Beliebtheit von Rockfestivals sowohl bei den jüngeren als auch bei den älteren Teilnehmern.

Christian Bornemann

Radau im Plattenbau

Bruce Springsteen in Ost-Berlin

Das Bruce-Springsteen-Konzert am 19. Juli 1988 in Berlin-Weißensee auf der Treptower Insel war eine der größten Musikveranstaltungen der DDR-Musikgeschichte. Mit 160.000 Zuschauern stellte es einen Besucherrekord auf. Dass ein amerikanischer Künstler überhaupt in der DDR spielen durfte und dabei die Massen zu begeistern wusste, erklärt sich jedoch nicht ohne Weiteres. Erst eine Vielzahl von Faktoren ließ diese Veranstaltung Wirklichkeit werden.

Christopher Neumaier

„Aber ein schöner Motor ist der Diesel trotzdem...“

Mit diesen Worten verteidigte der Ingenieur und Dieselmotorenentwickler bei Mercedes-Benz, Manfred Fortnagel, im Jahr 1991 „den Diesel vor ungerechtfertigten Angriffen“.[1] Ähnlich hatte schon 1986 der Leiter der Motoren- und Getriebeentwicklung bei Volkswagen, Peter Hofbauer, argumentiert und die Tugenden des „erfreulich schadstoffarm[en]“ Diesels angepriesen, der es zudem aufgrund seines im Vergleich zum Benzin-Auto geringeren Kraftstoffverbrauchs ermögliche, den CO2-Ausstoß zu senken und damit die Klimaerwärmung aufzuhalten.

Martina Winkler

Die Angst vor dem Schornsteinfeger

Historische Perspektiven auf die aktuelle Lage in der Tschechischen Republik

Wieder einmal: Osten gegen Westen?

Die aktuellen Diskussionen über das europäische Bemühen und Versagen im Umgang mit der großen Zahl von Flüchtlingen sind sehr stark bestimmt von einem Dualismus zwischen Ost und West. So banal diese Feststellung jedem auch nur oberflächlichen Zeitungsleser erscheinen muss, so viele Fragen und Probleme eröffnet sie doch.

Anne Kluger

Vom „Teufel Alkohol“ in der DDR

„Für Schnaps verkauf’ ich meine Mutter.“[1]
Angelika Perdelwitz als Xenia Peters in „Polizeiruf 110: Flüssige Waffe“ (1988)

Axel Timmermann

Westdeutschland 1988 – Opium für’s Volk

Drogenmissbrauch in West- und Ostdeutschland

„Die Straßen sind überschwemmt von Drogen. Es gibt sie gegen Depressionen und gegen Schmerzen. Wir haben sie alle genommen. Wir hätten sogar Vitamin C gespritzt, wenn’s verboten gewesen wär.“
Trainspotting, 1996

Lukas J. Lischeid

Der Boxer mit dem Rabauken-Image

Graciano Rocchigiani und der Weltmeistertitel des Jahres 1988

„Sie hören es: Die Halle, Standing Ovation. Das hat es wirklich in dieser Form lange nicht gegeben in Deutschland bei einem Boxkampf!“[1]
 

Erste Runde: Warm-Up in Neukölln

Jan H. Wille

Olympiagold für den „gescholtenen Boxer“

Boxsport im geteilten Deutschland im Jahr 1988

„Dem Henry werde ich was auf die Maske hauen, damit das Gequatsche endlich aufhört.“
Graciano Rocchigiani vor dem IBF-Weltmeisterschaftskampf gegen Henry Maske[1]

 

Philipp Marti

Der Fall Reinefarth, 1944-2014

Heinz Reinefarth und der Warschauer Aufstand. Aufarbeitung und erinnerungskulturelle Verschiebungen in Schleswig-Holstein

Informationen zum Foto: 
Reinefarth war als Leiter der Waffen-SS und der Polizei verantwortlich für die Massaker der SS an der polnischen Zivilbevölkerung im Verlauf des Warschauer Aufstandes. In Polen wurde er der „Schlächter von Wola“ genannt. Auf dem Foto ist er mit Jakub Bondarenko, dem Kommandeur des III. Kuban-Kosakenregiments während des Warschauer Aufstandes in der Nähe der Wolska-Straße zu sehen.