Politik

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Jürgen Danyel

Kafka und der Prager Frühling

Die Konferenz in Liblice 1963 und ihre Folgen

 

Hanno Hochmuth

Das Museum als Chance

Zur Debatte über das richtige Gedenken am Checkpoint Charlie

Am Checkpoint Charlie tobt ein Kampf. Der ehemalige Ausländergrenzübergang zwischen Ost- und West-Berlin, an dem sich einst Panzer gegenüberstanden, ist zum Zankapfel der Stadtentwicklungspolitik geworden. Das Land Berlin hatte die Mauerbrache an der Friedrichstraße in den 1990er Jahren an Investoren verkauft, um die städtebaulichen Wunden der Teilung so schnell wie möglich zu tilgen. Doch ein Teil der Investoren ging insolvent und es passierte Jahre lang nichts.

Helen Thein-Peitsch

„Es war uns nicht genug Sozialismus“

Der neue Film von Annekatrin Hendel porträtiert die Familie Brasch

Die erste Einstellung des neuen Dokumentarfilms von Annekatrin Hendel zeigt New York bei Nacht. Gibt es einen größeren Kontrast zu den tradierten Bildern der DDR?

Zu Besuch in New York ist Marion Brasch auf Einladung vom „Deutschen Haus“ der New York University. Sie stellt ihren Roman „Ab jetzt ist Ruhe“[1] vor, der aus der Perspektive des Nesthäkchens die Geschichte ihrer Familie erzählt. Als der Roman 2012 erschien, rückte ins Bewusstsein, wie sehr die Braschs die Konflikte der DDR innerfamiliär austrugen und letztlich daran zerbrachen.

Tobias Ebbrecht-Hartmann

Blick in die Welt

Ein Porträt des Jerusalemer Filmfestivals

Ende Juli verwandelt sich die Cinematheque am Fuße der Jerusalemer Altstadt kurzzeitig wieder in das Zentrum der internationalen Kinowelt. Mit seinem vielfältigen Programm bietet das Jerusalem Film Festival der internationalen Fachöffentlichkeit und seinen zahlreichen Besuchern Einblicke in die Gegenwart und Vergangenheit des Filmschaffens, zeigt internationale Dokumentar- und Spielfilme, bietet Workshops und Masterclasses an, zeigt die Arbeiten des filmischen Nachwuchses und präsentiert der Welt das israelische Gegenwartskino.
 

Charlotte Wittenius

Der US-amerikanische Nationalfeiertag

Anlässlich des 242. Jahrestages der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika

Am 4. Juli des Jahres 1776 legte Thomas Jefferson dem Kontinentalkongress der britisch-nordamerikanischen Kolonien, eines der wohl bedeutendsten Dokumente der Neuzeit vor: die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika.
Noch am gleichen Tag wurde diese Erklärung vom Kongress bestätigt. Somit waren die USA unabhängig von Großbritannien und der Staat United States of America souverän. Seitdem wird in den USA der Fourth of July, der 4. Juli,  jährlich als Nationalfeiertag mit Großveranstaltungen, Paraden und Feuerwerk gefeiert.

Alex Konrad

Die Geister, die wir schon wieder rufen

Die Kurzsichtigkeit westlicher Annäherung an die iranischen Volksmojahedin

Nichts weniger als eine außenpolitische Katastrophe war die Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump am 8. Mai 2018, das „Atom-Abkommen“, Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA), mit der iranischen Regierung aufzukündigen. Der jahrelange Prozess der Annäherung, ein hoffnungsvoller Aufstieg liberalerer Kräfte um den iranischen Präsidenten Hassan Rohani stehen durch das Statement des US-Präsidenten auf dem Spiel.

Bernd Greiner

Jenseits von Hollywood

Steven Spielberg über Macht, Verantwortung und Zivilcourage

Der für zwei Oscars in den Kategorien bester Film sowie mit Meryl Streep als beste Hauptdarstellerin nominierte Spielfilm The Post – Die Verlegerin kommt am 17. April 2018 auf DVD und Blu-ray in englischer Sprache heraus. Der Film von Steven Spielberg kam am 22. Dezember 2017 in die US-amerikanischen Kinos und war ab dem 22.

Jan C. Behrends

The Death of Stalin...

oder Diktatur als Komödie

Nach langem Warten startete in der Woche vor Ostern auch in Deutschland Armando Iannuccis Komödie über den Tod Stalins im Jahr 1953 und den anschließenden Machtkampf seiner Satrapen. Dabei verdichten die Drehbuchautoren (Iannucci, Martin, Schneider) den Kampf innerhalb des Führungszirkels, der ein ganzes Jahr über anhielt, auf wenige Tage zwischen dem Tod des Diktators und seiner Beerdigung. Auch darüber hinaus nimmt sich der Film zahlreiche Freiheiten. Er ist nicht nur Komödie, sondern zugleich ein Spiel mit dem historischen Stoff.

Ekaterina Emeliantseva Koller

«Homo Sovieticus» auf dem Land

Das spätsowjetische Dorf als Leerstelle und Blackbox in der Historiographie zur sowjetischen Moderne

Die Figur eines indifferenten, angepassten Sowjetbürgers, der in der Öffentlichkeit eine Maske trägt und sein «wahres» Gesicht nur im Privaten zeigt, der sogenannte «Homo Sovieticus», gehörte lange Zeit dominant in die Beschreibung der spätsowjetischen gesellschaftlichen Textur.[1] Geschuldet war diese Sicht einer generellen dichotomischen Konzeptualisierung der sowjetischen Gesellschaft, bei der „das Volk“ und das „Regime“ in Opposition gedacht wurden.