Die russische Erinnerung an den „Großen Vaterländischen Krieg“

Zeitgeschichte-online nimmt den 60. Jahrestag des Kriegsendes und der Befreiung vom Nationalsozialismus zum Anlass, um die Entwicklung und den Wandel der russischen bzw. sowjetischen Erinnerung von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die jüngste Gegenwart anhand exemplarischer Themenfelder zu verfolgen. Betrachtet werden sowohl die offizielle Erinnerungskultur mit ihren Ritualen und Inszenierungen in Gestalt der jährlichen Feierlichkeiten zum "Tag des Sieges", die Orte der Erinnerung (Denkmäler, Gedenkstätten) als auch die Verarbeitung der Erfahrungen des Krieges im sowjetischen Film, der Literatur und Kunst. Daneben werden auch die inoffizielle Erinnerungskultur und deren Spannungsverhältnis zum offiziellen Erinnerungskanon thematisiert. Ergänzt wird das Angebot durch eine Dokumentation des Umgangs mit Krieg und Befreiung im heutigen Russland insbesondere im Zusammenhang mit den russischen Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus. Betrachtet werden darüber hinaus die Transfers der russischen Erinnerung in die DDR. Der Themenschwerpunkt wurde in Kooperation mit der vom Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst vorbereiteten Ausstellung "Triumph und Trauma. Sowjetische und postsowjetische Erinnerung an den Krieg 1941-1945" realisiert.

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