Transformation

Alle Beiträge zum Schlagwort

Kristiane Janeke

„Der echte Geist des Sieges“ und „Eine Lüge über den Krieg“*

Das neue Museum der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges in Minsk

Jan C. Behrends

Die Masken sind gefallen

Die Ukraine, Russland und Europa ein Jahr nach dem Maidan

In diesen Tagen jährt sich der Sieg der ukrainischen Zivilgesellschaft gegen den Präsidenten Viktor Janukovič, der mit seiner Abkehr von Europa die Massenproteste gegen ein korruptes, autokratisches und kremltreues Regime herausgefordert hatte. Über mehrere Monate des Winters 2013/14 wurde der Maidan zum Ort, an dem sich die Zukunft des Landes entscheiden sollte. Nach der Flucht Janukovičs im Februar 2014 sah es allerdings nur für kurze Zeit so aus, als habe dieses ukrainische Drama ein gutes Ende genommen.

Felix Ackermann, Michael Galbas

Von der Sowjetunion lernen?

26 Jahre nach dem Abzug der sowjetischen Truppen aus Afghanistan

2015 jährte sich im Februar zum 26. Mal der Abzug sowjetischer Truppen aus Afghanistan. Auch wenn der sowjetische Einsatz jenseits der eigenen Landesgrenzen geführt wurde, veränderte der Krieg in Afghanistan die jeweiligen Gesellschaften spätestens mit der Rückkehr der Soldaten.[1] Exemplarisch können diese Veränderungen anhand der Veteranen des sowjetisch-afghanischen Krieges von 1979-1989 und des Umgangs mit seinen Folgen in verschiedenen post-sowjetischen Gesellschaften nachgezeichnet werden.

Florian Peters

Polens Streitgeschichte kommt ins Museum

Wie neue Museen in Danzig und Warschau die polnische Geschichtskultur verändern

Gleich zwei ambitionierte historische Museen öffneten in den letzten Monaten östlich der Oder ihre Pforten: Zuerst das Europejskie Centrum Solidarności (Europäisches Solidarność-Zentrum) auf dem Gelände der einstigen Leninwerft in Danzig, kurz darauf das Muzeum Historii Żydów Polskich (Museum der Geschichte der polnischen Juden) in Warschau.

Martina Winkler

Zufällige Heldin mit magischer Stimme: Die tschechische Sängerin Marta Kubišová

Ein Dokumentarfilm von Olga Sommerová

Florian Peters

Mehr Ostpolitik wagen

Warum die Ukraine-Krise Antworten jenseits des Blockdenkens braucht

Keine Frage: Sewastopol und Donezk sind das europäische 9/11. Die russische Annexion der Krim und der Bürgerkrieg in der Ostukraine haben vielen Hoffnungen und Selbsttäuschungen ein jähes Ende gesetzt, auf die sich die europäische Friedensordnung seit dem Fall der Berliner Mauer gründete. Der Siegeszug von Demokratie, Marktwirtschaft und NATO-Basen gen Osten, der ein Vierteljahrhundert lang unaufhaltsam schien, ist fürs Erste gestoppt.

René Schlott

Die Familie

Eine Dokumentation zu den Todesopfern an der Berliner Mauer

Jürgen Nielsen-Sikora

25 Jahre Mauerfall

Die Verwandlung Deutschlands

Die nationalen Befindlichkeiten haben sich nach 1989 radikal gewandelt. Die anfängliche Skepsis gegenüber der Wiedervereinigung ist einer neuen deutschen Leichtigkeit gewichen. Wie aus zwei gegensätzlichen Systemen eine Einheit entstand.


Politischer Ladenhüter

Jürgen Danyel

Abschied von der DDR

Ein tschechischer Blick auf die Botschaftsflüchtlinge im Palais Lobkowicz

Die Kamera schwenkt vom Laurenziberg aus in der Horizontale über die Prager Kleine Seite, untermalt von Antonio Vivaldis »Frühling« aus den »Vier Jahreszeiten«. Man erkennt die Prager Burg, und in das Blickfeld rückt die Gartenfront des barocken Palais Lobkowicz mit seinem markanten, auf Säulen gestützten südseitigen Balkon.

Daniel Leese

Die Kommunistische Partei und das historische Gedenken

Zum 25. Jahrestag der Niederschlagung der chinesischen Protestbewegung auf dem Platz des Himmlischen Friedens

Geschichte ist für die Kommunistische Partei Chinas keineswegs nur ein akademisches Studienobjekt. Aus der Vergangenheit wird vielmehr die Legitimation für die Fortdauer der Ein-Parteienherrschaft in der Gegenwart abgeleitet, daher spielt die korrekte Bewertung historischer Ereignisse eine zentrale Rolle in der Parteipolitik.