Historiographiegeschichte

Alle Beiträge zum Schlagwort

Marcin Urynowicz

„Unsere Mütter, unsere Väter“ aus polnischer Sicht

Der Film „Unsere Mütter, unsere Väter“ konnte in Polen schon allein aus historischen Gründen kaum positiv aufgenommen werden. Dabei richtet sich die Kritik nicht nur auf die Darstellung von Polen und Deutschen, auch nicht auf die Interpretation der Geschichte des Zweiten Weltkrieges. In den polnischen Debatten geht es um wesentlich mehr, als um die Darstellung der historischen Ereignisse.

Tomasz Szarota

Geschichtsunterricht im Deutschen Fernsehen – erteilt von einem Lehrer mit Gedächtnisschwund

Unter den zahlreichen und fast ausnahmslos kritischen Äußerungen in der polnischen Presse, egal welcher politischen Ausrichtung, zum ZDF-Mehrteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ erachte ich vor allem diese Überschrift als am treffendsten: „Die Wiederherstellung des Gedächtnisses der Deutschen erscheint dringend notwendig“.

Christiane Abele

April ist Revolution!

Über den Gründungsmythos und die aktuelle Erinnerungskultur der portugiesischen Demokratie

Der portugiesische Estado Novo unter António Salazar und seinem Nachfolger Marcelo Caetano war das langlebigste rechtsautoritäre Regime Europas und wurde nach 41 Jahren am 25. April 1974 durch einen Militärputsch gestürzt. Die Putschisten, etwa 200 junge Offiziere, die sich im Movimento das Forças Armadas (MFA, Bewegung der Streitkräfte) zusammengeschlossen hatten, reagierten mit dem Staatsstreich in erster Linie auf die seit 1961 in Afrika tobenden Kolonialkriege.

Julia Radtke

Der Historikertag: Ein akademisches Ritual

Der Historikertag ist in seiner über 100-jährigen Geschichte immer wieder Schauplatz geschichts- und gesellschaftspolitischer Debatten gewesen.

Ralf Banken

Vom „Verschweigen“ über die „Sonderkonjunktur“ hin zur „Normalität“?

Der Nationalsozialismus in der Unternehmensgeschichte der Bundesrepublik

Mitläufertum, politisch-ideologischer Druck, Beteiligung am Unrecht und wirtschaftliche Eigeninteressen: Über die Darstellung deutscher Unternehmen in der Zeit des Nationalsozialismus.

Neil Gregor

History to Order?

Commissioned Research, Contained Pluralism and the Limits of Criticism

Reflections on the place of historians and their work in the power cultures of modernity and on different aspects of the relationship between politics, finance and scholarship.

Irmgard Zündorf, Christine Bartlitz, Mareike König

Zeitgeschichte | online auf dem Historikertag 2012 in Mainz

Interviews zum Anhören

JMartin Schulze Wesselan-Holger Kirsch sprach mit dem neuen Vorsitzenden des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands Martin Schulze Wessel.

Patrick Deinzer

Presseartikel zum Tod von Eric Hobsbawm

(Stand: 3.10.2012)

Deutsche Medien:

Mario Keßler

Ein Jahrhundert-Historiker im Jahrhundert der Extreme. Zum Tod von Eric Jonathan Hobsbawm (1917-2012)

Der Historiker des „Zeitalters der Extreme“, so der Titel seines erfolgreichsten Buches, ist tot: Am 1. Oktober 2012 starb Eric Jonathan Hobsbawm in London, im hohen Alter von 95 Jahren. Der große Historiker und Schriftsteller hat nicht nur eine Vielzahl an Büchern zur europäischen Sozialgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts hinterlassen. Er hat auch in seinen Lebenserinnerungen – "Interesting Times" im englischen Original, "Gefährliche Zeiten" in der deutschen Titelübersetzung – sein Saeculum aus persönlicher Sicht beschrieben.
Christian Mentel

Wohl oder Übel? - Auftragsforschung in der Zeitgeschichte

Die Podiumsdiskussion "Quo vadis, zeitgeschichtliche Auftragsforschung?" am 12. Januar 2012

Die von Unternehmen, Verbänden und Ministerien in Auftrag gegebene Erforschung der eigenen Geschichte erlebt seit einigen Jahren einen Boom. Auf der Podiumsdiskussion "Quo vadis, zeitgeschichtliche Auftragsforschung?" des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam am 12. Januar 2012 in der Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft Berlin diskutierten namhafte Zeithistoriker über die Chancen, Gefahren und Folgen der Auftragsforschung für die Geschichtswissenschaft.