Alltag

Alle Beiträge zum Schlagwort

Robert Lučić

Alltagswogen einer Nachkriegsgesellschaft

„Djeca – Children of Sarajevo“ von Aida Begić

Der Hausflur eines Mehrfamilienhauses, ein Reigen singender Kinder, vielleicht ein Geburtstag, Alltag. Doch leidvoll deplatziert. Gewehrsalven schlagen den Rhythmus zum Kinderlachen. Der Takt einer Stadt. Der Pulsschlag Sarajevos. Krieg.

Der Blick über die Schultern Rahimas. Lange Gänge eines Restaurants in den frühen Morgenstunden. Wieder Alltag. Mitten in der Nacht. Arbeitskollegen zetern und auch hier ein merkwürdiger Schrittmacher. Schüsse? Böller. Nur das nahende Silvestertosen.

 

Ulrich Herbert

Krisenzeichen

Anwerbestopp für ausländische Arbeitnehmer/innen 1973

Jürgen Danyel

Die deutsche Gesellschaft im Nationalsozialismus

Schlaglichter einer Debatte

Wie gelang es der NS-Führung nach 1933, die politisch polarisierte und in Teilen kriegsmüde deutsche Gesellschaft in eine Diktatur zu integrieren und die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung für ihre bellizistischen und rassistischen Utopien zu mobilisieren?

Robert Lučić

Schönheit der Form im Sozialismus - Bilder einer Ausstellung jugoslawischen Produktdesigns, Belgrad 2013

 

„Ein Designer weiß, dass er die Vollkommenheit erreicht hat,
nicht dann, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt,
sondern dann, wenn er nichts mehr wegnehmen kann.“

Antoine de Saint-Exupéry

 

Ronald Funke

Von Nazis, Stasiagenten und gestohlenen Identitäten - „Zwei Leben“ von Georg Maas

(Deutschland/Norwegen 2012)

Historische Kontinuität eines staatlichen Verbrechens: Norwegische „Lebensborn“-Kinder der SS in der DDR
Andreas Spreier

Im Schatten der Vergangenheit

Die Leerstelle der Geschichte des Nordirlandkonflikts in James Marshs Romanverfilmung „Shadow Dancer“

Annette Schuhmann

Weit weg von der Bio Company...

"MansFeld" ein Film von Mario Schneider (Deutschland 2012)

David Hönscher, Mirko Winkelmann

„Man darf nicht vergessen, dass der Terror massiv war...“ Vor 80 Jahren wurde der 1. Mai zum „Feiertag der nationalen Arbeit“

Ein Interview mit Rüdiger Hachtmann

Bereits seit 1722 diente das gewaltige Areal des Tempelhofer Feldes der Abnahme militärischer Paraden zu Ehren der preußischen Könige. Der 1. Mai wiederum galt seit 1886, nachdem ein Streik Chicagoer Fabrikarbeiter von der Obrigkeit brutal niedergeschlagen worden war, als internationaler „Kampftag der Arbeiterbewegung“. Obwohl auf den ersten Blick unvereinbar, haben die Nationalsozialisten diese Traditionen am 1. Mai 1933 unheilvoll miteinander verwoben.

Christoph Classen

Unsere Nazis, unser Fernsehen

Warum die ZDF-Serie "Unsere Mütter, unsere Väter" in ihrem Bemühen scheitert, uns die NS-Zeit auf neue Weise näher zu bringen
Annette Schuhmann

Zeitgeschichte im Retro-Look – NO! von Pablo Larrain

(Chile 2012)

Larrain erzählt vom Referendum in Chile im Jahr 1988, in dem die Bevölkerung über eine weitere Verlängerung der Amtszeit Pinochets abstimmen sollte. Er erzählt also vom Anfang vom Ende der Diktatur.