Deutschland

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Anke Hoffstadt

Im Käfig extrem rechter Sozialisation

Der Dokumentar-Animationsfilm „Kleine Germanen“ auf Gratwanderung

Mit dem „Prädikat besonders wertvoll“ schickte die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) den Dokumentar- und Animationsfilm „Kleine Germanen“ im Mai 2019 auf die Kinoleinwände. Vielleicht noch „nie so explizit und so erschütternd“[1] habe ein Film bisher Einblick gegeben in die „umfassenden Strukturen von Familien im rechten Spektrum“, heißt es in der Jurybegründung.

Luisa Jabs

Veranstaltungstipps 2019

Film-, Ausstellungs- und Veranstaltungstipps der Redaktion

Die Redaktion hat die Highlights für den (historischen) Sommer 2019 zusammengestellt – die besten Filme in Freiluftkinos, schöne Veranstaltungen und interessante Ausstellungen:

 

Filmsommer – Diese Filme gibt es demnächst in den Berliner Freiluftkinos

30.07.2019 um 21:30 Uhr: Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit im Freiluftkino Friedrichshain. Regie: Julian Schnabel

Anna Kokenge

„Selbstbestimmt“ – Von der bleiernen Zeit bis zur wiedervereinigten Gesellschaft

Ein Interview mit Connie Betz und Rainer Rother

Die Retrospektive der 69. Berlinale präsentierte gleichermaßen persönliche wie politische Sichtweisen auf ein Deutschland im Auf- und Umbruch

 

Autor*innenkollektiv der Redaktion

Filmsommer

Von der Berlinale zu moving history – Geschichte im Film

Dass Filme als Seismographen gesellschaftlicher „Zustände“ gedeutet werden können, ist eine Binsenweisheit. Neben der großen Liebe zum Kino, der gesellschaftlichen Relevanz, die Filme haben können, und einem wissenschaftlichen Interesse am Film gibt es noch eine Vielzahl von Gründen, warum sich unsere Autor*innen mit Filmen auseinandersetzen.

Sophie Genske

Der imaginierte Kontinent

„African Mirror“ spiegelt die späte und unvollkommene Reflexion des Neokolonialismus

Felsige Weiten erstrecken sich vor den Augen der Kinobesucher*innen. Die Landschaft bleibt zunächst unkommentiert, dann beginnt eine Stimme, sie schwärmerisch zu umschreiben. Über die Gesamtlänge des Films liest diese Stimme Notizen und Tagebucheinträge des Schweizer Filmemachers und „Afrikakenners“ René Gardi vor. Die Aufnahmen, die parallel dazu gezeigt werden und zum Teil aus Gardis Filmen stammen, zum Teil unveröffentlicht blieben, drehte er während seiner über dreißig Reisen auf den afrikanischen Kontinent.

Robert Mueller-Stahl

Unverstellte Einsichten

Über die Ausstellung der DDR-Mode- und Kulturzeitschrift SIBYLLE im Willy-Brandt-Haus

Ausstellen heißt bekanntlich Weglassen. Für jedes präsentierte Exponat müssen schließlich andere beiseite rücken, in den Hintergrund treten, oder gar ganz weichen. Sei es aus rein pragmatischen Gründen, aus Platzmangel etwa, oder aus gestalterischen, um die Besucher*innen nicht mit Gegenständen und Informationen zu überfrachten. Dies ist die Krux des Kuratierens.

Klaas Anders

„Stadt der Veränderung“?

Theresienstadt: Ghetto und Konzentrationslager und..?

„[…] gelangen sie auf humorvolle Weise in die Zeit, als Soldaten märchenhafte Uniformen und dreieckige Hüte trugen […]“.[1]

 

Alexander Zinn

„Das sind Staatsfeinde“

Ein Beitrag über die Homosexuellenverfolgung im Nationalsozialismus

Vor 50 Jahren wurde der sogenannte „Homosexuellenparagraf 175“ reformiert. Nach fast 100 Jahren fiel damit ein Straftatbestand fort, der homosexuellen Männern unendliches Leid gebracht hatte. Höhepunkt der Homosexuellenverfolgung war die NS-Zeit. Doch auch nach 1945 machten Polizei und Justiz noch Jagd auf schwule Männer. In der Bundesrepublik blieb der Paragraf bis 1969 unverändert in der von den Nationalsozialisten verschärften Fassung bestehen.

Karl Schlögel

Der 17. Juni und die Krisengeschichte des sozialistischen Systems (Reprint)

Im April 2003 veranstalteten das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) und das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin (IfZ) eine wissenschaftliche Tagung zum Thema "Der 17. Juni 1953 und die Krisengeschichte des ‚realsozialistischen' Systems". Die Tagungsbeiträge waren, wie so oft „durchwachsen“, manche waren spannend und viele langatmig, die Luft im Raum war knapp wie immer, es wurde meistens abgelesen.

Monika Gross

„Die klügste Nacht des Jahres“

Ein Gespräch mit Prof. Dr. Monika Gross über die Lange Nacht der Wissenschaften

Im Zuge des Science Sommers 2000 wurde in Düsseldorf die erste Lange Nacht der Wissenschaften veranstaltet. Ein Jahr später, im Jahr 2001, folgte Berlin mit einer Langen Nacht der Wissenschaften, in der die Wissenschaftseinrichtungen der Stadt ihre Tore öffneten. Seitdem verbreitete sich das Format bundesweit auf viele große Wissenschaftsstandorte.